Der Nelson Lakes Nationalpark ist ein riesiger Nationalpark in den Nördlichen Alpen der Südinsel.
Der Natur ist hier fast unberührt, abgesehen von einigen vereinzelten Hütten zum übernachten für Wanderer. Und selbst die Wanderwege sind nicht wirklich angelegt, sondern Trampelpfade, oft schwer erkennbar, so dass man nur anhand kleiner orangener, dreiecker Wegweiser in die richtige Richtung läuft.
1. Tag
Am ersten Tag sind wir in St. Arnaud gestartet um 1:30 und unser erstes Etappenziel haben wir sogar vor Sonnenuntergang/ wir sind nur kurz nachdem die Sonne hinter den Bergen verschwunden ist um 20:00 angekommen.
Wie sich herausstellte war der Spitzname der Serbin Hut, Sandfly Hut und das zurecht. Hier waren überall große schwarze Wolken von Sandfliegen, so dass man keine Chance ungebissen das Zelt auf zu bauen.
Wir haben seine Stadt gefunden :P
Da wollen wir ganz nach hinten ins Tal
Und los geht die Wanderung durch Wald und noch mehr Wald über solche "Wanderwege"
Ach und noch mehr Wald
Man hat sogar Brücken gebaut um den Fluss zu überqueren ;)
Nette Abwechslung durch dieses Feld zu wandern, kurz vor unserer Mittagspause
Endlich angekommen am See am dem die Serbin Hütte liegt
Wir haben uns alle eine Abkühlung im See gegönnt und sind eine runde geschwommen.
Carmen wurde dabei von einem Aal gebissen
2. Tag
Heute hieß es auf zum Blue lake. Dieser See hat das klarste Wasser der Welt und ist annähernd so klar wie destiliertes Wasser.
Da der Blue Lake aber ein gutes stück entfernt ist und es die letzten zwei Stunden steil Bergauf gehen soll sind wir um 8:00 Uhr morgens los um dann abends um 5:00 gut ausgepowert an zu kommen.
Carmen konnte allerdings nicht mit uns kommen, da die dich ihre Sehne im Fuß überreizt hat und so nicht wirklich gehen konnte. Wir haben sie in der Hütte gelassen, damit sie sich ausruhen kann. Am nächsten Tag als es besser war ist sie dann mit einer Gruppe zurück zum Auto gewandert.
Dieses Tal hinein, immer entlang des Flusses hieß es heute zu wandern.
Es gab hier sogar echte Brücken
Oder man hat den Fluss halt so durchquert...
Oder ist von Stein zu Stein gehüpft
Maximale Belastbarkeit: 1 Person
Abwechslungsreiche und echt schöne Wanderpfade
Mittagessen in einer kleinen, gemütlichen Hütte :)
Und dann kam der Steile Aufstieg
Der Blue Lake:
Die
Tatsache, dass das Wasser ganzjährig nur 5°C warm ist hat mich nicht davon
abhalten können im Blue Lake zu schwimmen ;)
Da
uns 9h wandern zu wenig war sind wir nochmal 30min auf den nächsten Kamm
gewandert um für eine tolle Aussicht auf den Blue Lake und in das Tal aus dem
wir gekommen sind :)
Wir
haben uns übrigens nach zwei Tagen ein größeres Zelt gekauft, da das Zweimann-
Zelt zu kurz für mich war. (in diesem Zelt schlafen wir Quer anstatt längs, da
es somit lang genug ist ;) )
Wir
haben zwei Matratzen aus der Hütte ausleihen Dürfen, da sie diese im Moment
nicht benutzten könne, da in der Hütte neu gestrichen wird.
3. Tag
Am dritten Tag hieß es wieder die ganze strecke zurück zur Sandfly Hut.
Da es jetzt hauptsächlich bergab ging und wir keinen Verletzten mehr hatten sind wir deutlich früher als erwartet an der Hütte angekommen: schon um 4:30pm nach nur 8h wandern.
Das Tal entlang zurück
(ohne sonne ist es doch recht kalt in den Bergen)
Da wir so viel Zeit hatten sind wir an einem Fluss schwimmen gewesen und haben uns in dem doch ziemlich kühlen Wasser erfrischt.
Ja, wir sind von der Brücke gesprungen ;)
Sonnenuntergang auf dem Steg bei der Hütte genießen :)
(allerdings nicht so lange, da man sonst von den Sandfliegen zu Tode gebissen wird)
4. Tag
Dieser Tag sollte der Anstrengendste von allen werden.
Wir sind 4h steil Bergauf gewandert. Um Zahlen zu nennen: Wir haben auf eine Strecke von 2km, 1400 Höhenmeter zurückgelegt. Teilweise musste man mehr klettern als Wandern und sich dabei an den Bäumen rechts und links hochziehen.
Danach sind wir noch eine Stunde auf dem Gebirgskamm gewandert Bevor wir den Angelus See und die dortige Hütte erreicht haben.
Tut mir leid, dass dieses Bild verschwommen ist. Ich hoffe ihr bekommt trotzdem einen Eindruck wie steil es vom ersten Meter an nach Oben ging.
Endlich die Baumgrenze durchbrochen. Flacher wird es aber Trotzdem nicht...
Von ganz unten vom See sind wir gestartet!
Für diese Aussicht hat sich jeder Schweißtropfen gelohnt.
Endlich ist das endlos steile Stück geschafft!
Erstmal Pause.
Wir haben am Tag zuvor drei neue Wander-Kollegen kennen gelernt, als wir alle zusammen im Fluss geschwommen sind und alle von der Brücke gesprungen sind ;)
Wir haben danach die nächsten Tage zusammen gewandert und abends dann unter anderem Karten gespielt und echt viel Spaß gehabt.
Links: Miles(amerikaner); in gelb: Michael(neuseeländer); in rot: Erin(amerikanerin)
Und weiter gehts, immer am Kamm entlang.
Endlich am Angelus See angelangt.
Die Hütte war so sauber und echt gemütlich.
5. Tag
Am letzten Tag sind wir um 5:00am aufgestanden, nachdem wir etwas von der Hütte entfernt gecampt hatten und es war schweinisch kalt!
Dann wurden schnell die Rucksäcke gepackt um mit Kopflampen noch bei Nacht auf den Bergkamm zu wandern.
Es hat sich soooooooooo gelohnt :D
Einfach nur atemberaubend <3
Sonnenaufgang in den Bergen:
Alles erwacht langsam aus dem nebligen Schlaf <3
Frühstück auf dem Kamm und danach wurde los gewandert, immer entlang des Robertkamms (Mt. Robert)
Eine verzaubernde Aussicht auf die Umgebung während wir den Kamm entlang gewandert sind:
Unsere Wanderroute
Unsere drei neuen Freunde hatten übrigens jeder ca.20km auf dem Rücken (alles was sie Besitzen für die Reise)
und mit diesen 20kg sind sie mit uns mitgehalten, auch wenn wir mehrere Stunden Bergauf und Bergab gewandert sind, nicht zu vergessen den Vortag.
Und dann waren wir schon fast am Ende angelangt. Nur noch bergab zum Seen, wo das Auto steht.