Wellington+ Weta Caves
Aussich auf Wellington von Mt. Victoria
Wellington war unsere letzte Station bevor es auf die
Südinsel ging.
Die Stadt an sich ist echt schön und doch sehr ruhig. Auch
hat es hier Ein paar echt schöne Parks in der Stadt. (In einem davon wurde
unter anderem die „get of the road“ Scene aus Herr der Ringe gedreht,
allerdings wurde wer Baum unter dessen Wurzeln sich die vier Hobbits vor dem
Nazgul verstecken so nachbearbeitet, dass es unmöglich diesen Baum wieder zu
erkennen.)
In Wellington sind auch die Weta Cave Workshops. Dort wurden
Die Waffen, Rüstungen und sämtliche Requisiten hergestellt, die für den Herr
der Ringe und den Hobbit benötigt wurden. Allerdings war es verboten innerhalb
des Workshops Bilder zu machen :(
Deshalb hier ein Paar witzige Herr der Ringe Fakten:
11. Um einem Urukai die Rüstung+ Silikonhaut und co.
An zu ziehen hat man ca. 2h gebrauch und 45min um sie wieder aus zu ziehen und
dabei wurden so viele details in die Rüstung gepackt, die man im Film zum Teil
überhaupt nicht sieht und meist waren die Urukai trotz immensem aufwand nur
kurz im Hintergrund des Films zu sehen.
22. Für Sauron wurden auch zwei Rüstungen
hergestellt. Eine aus Metall für Nahaufnahmen, dass es authentischer wirkt und
eine aus Silikon in der sich der Schauspieler bewegen kann, da jene aus Metall
zu schwer war.
33. Die Waffe, welche der Hexenkönig in der Schlacht
auf den Pelenorfeldern schwingt war ursprünglich als Witz gedacht. Der
eigentliche Morgenstern war dem Chef von Weta Caves zu klein, die
darauffolgende ebenfalls. Daraufhin kamen die Mitarbeiter einige Tage später
mit einer komplett überdimensionierten Waffe zum Set. Was dem Chef absolut
peinlich war wurde als Peter Jackson den riesigen Morgenstern erblickte dann
wirklich verwendet, da dieser begeistert war von der Größe.
Hier noch einige Bilder außerhalb des Workshops: :)
Der Ork wurde so detailliert gefertigt. Einfach faszinierend.
Die Rüstung der Soldaten Gondors
Einer Der Trolle aus dem Hobbit
Bester Gesichtsausdruck von Arnaud :D
Dann kam auch der Letzte Tag an dem es dann hieß
Abschied nehmen von Marco, Louisa und Lotta, die auch beim Tongariro crossing
dabei waren.
Mir wurde zwar gesagt, dass es in Wellingten als immer etwas
windig und kühler ist, aber so kalt !!!
Sobald die Sonne weg war hieß es nix mehr mit Hochsommer:
Pulli+ dicke Fließjacke+ super kuschelige Mütze (vieeeelen
Dank Uschi)
Queen Charlott track
Der Queen Charlott track ist ein echt schöner Wanderweg,
welcher wenn man ihn ganz läuft mehrere Tage dauert. Da wir für die darauf
folgenden Tage schon eine Mehrtagestour geplant hatten, sind wir nur einige
Stunden gewandert.
marlborough sounds
Tolle Landschaft durch den der Track verläuft.
Aufgrund eines Tipps meines lieben Bruders wusste ich, dass
man am Einstieg Miesmuscheln ernten und dann Später essen kann. Und wie viele
Miesmuscheln da Waren, da wäre ein ganzes Dorf von Satt geworden.
Am Ende hatten wir so viele, dass wir zuerst zum Mittagessen
pur Muscheln hatten und dann zum Abendessen Spaghetti Vongole hatten. Die
italienische Namensgebung stammt übrigens von unserem neustem Gruppenmitglied:
Carmen. Sie kommt aus Italien (Südtirol). Allerdings spricht sie kein italienisch,
sondern nur deutsch (und englisch). Ist aber trotzdem super nett und es macht
echt Spaß in unser vierergruppe zu reißen.
Kennengelernt habe ich sie schon auf der Farm, da sie
zusammen mit Arnaud dort für einige Zeit gearbeitet hat und jetzt mit ihrem
Auto zu uns gestoßen ist, so dass wir jetzt zu viert mit zwei Autos und zwei
Zelten unterwegs sind.
Spaghetti Vongole
Abel Tasmen
Abel Tasmen ist ein ziemlich großer Nationalpark und soll
einer der schönsten Nationalparks Neuseelands sein. Und ich muss sagen, dass es
wirklich landschaftlich idyllisch, paradiesisch war und so einzigartig und
sehenswert wie jedes einzelne Fleckchen in Neuseeland.
Zurück zum Abel Tasmen:
Es war nämlich nicht nur die Landschaft die die nächsten
drei Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Insgesamt waren wir
1 ½ Tage mit den Kajaks unterwegs und 1 ½ Tage zu Fuß.
Den ersten Tag Kajak fahren sind wir relativ ruhig
angegangen, da wir schon um 10:00 auf dem Wasser waren und dann halt abends auf
dem vorgebuchten Campingplatz in Moskito Bay sein mussten, welcher ca. 8h mit
dem Kajak entfernt lag.
Das mit dem ruhig angehen wurde dann doch nix, da wir in
unseren zweier Kajaks zwischen unseren Seeschlachten und einigen Umwegen zu
Buchten und Co. doch recht flott unterwegs waren, was in einem Wettpaddeln
zwischen Arnaud und mir, wären die Mädels ihre Paddel aus dem Wasser ließen, zu
Moskito Bay endete. Da wir aber die Distanz unserer Strecke unterschätzt haben
und keiner von uns aufgeben wollte waren wir alle dann doch recht fertig als
wir schon nachmittags unser Camp erreichten.
Den Rest des Nachmittags und Abends haben wir mit Schwimmen,
am Strand liegen und von Sandfliegen gebissen werden zu gebracht (Moskitos gab
es keine ;) )
Am Nächsten Tag ging es früh aufs Wasser, da wir schon um
3:00pm unser Kajak abgeben mussten, damit es vom Wassertaxi von der Bucht zum
Kajakverleih gefahren werden kann und man so tief wie möglich in den Abel
Tasmen hinein fahren will.
Da ein halber Tag Bewegung nicht genug ist hieß es im
Anschluss 3-4h wandern (mit Zelt, Essen, Schlafsäcke,… auf dem Rücken) zu
unserem nächsten Campingplatz, welcher so weit wie möglich im Herzen des Abel
Tasmen rausgesucht wurde.
Und am letzten Tag hieß es dann alles wieder zurück zum
Anfang wandern. Die Distanz zwischen unserem Camp und war 37,4km durch gut
hügelige Landschaft. Unsere Karte schrieb man benötigt für diese Strecke, reine
Wanderzeit: 12h30min und der Mann von der Touristen Info, welcher uns geholfen
hat alles zu planen und zu buchen meinte man brauch für diese Strecke
normalerweise 2-3 Tage. Unsere Antwort: „Wir machen das in einem!“
Wir haben am letzten Camp auch zwei nette Kanadier getroffen,
die meinten sie seinen seit 5 Tagen unterwegs und sind bis jetzt genau das
Stück gelaufen und das sie uns viel Glück wünschen es aber nicht glauben, dass
wir das schaffen. Das gab uns dann den Anreiz vielleicht etwas früher auf zu
stehen: Carla und Carmen um 5:30, Arnaud und ich erst eine Stunde Später.
Und natürlich haben wir es geschafft!
Um genau zu sein haben Arnaud und ich 10h gebrauch und
Carmen und Carla11h und die Zeit beinhaltet eine Mittagspause.
So und jetzt Wieso es zu einem unvergesslichen Erlebnis
wurde, abgesehen von der umwerfenden Landschafft (Einige Details habe ich noch
nicht erwähnt):
1.
Als wir Kajak fahren waren, hab ich natürlich meine
Schnorchelausrüstung mitgenommen. An sich war die Unterwasserlandschaft nicht
so atemberauben: Viel Sand und Steine, vereinzelte Fischschwärme und ein zwei
echt schöne, gelbe oder lila, größere Fische.
Als ich dann noch kurz in tieferes Gewässer wollte bevor ich
wieder raus wollte schwimmt auf einmal ein gigantischer Stachelrochen 2m
entfernt an mir vorbei. Ich hätte beinahe mein Schnorchel verschluckt, so hat
mich das Viech erschrocken. Der Stachelrochen war länger als ich (Von Spitze
bis Ende des Stachels) und ich würde die „Flügelspannweite“ auf 1,5m+ schätzen.
Mit anderen Worten: Es war verdammt gigantisch!!!
2.
An unserem ersten Tag, als wir in Moskito Bay zu Mittag
gegessen haben ist uns aufgefallen, dass wir unsere halben Lebensmittel
(zweiter Laib Toastbrot, Tomaten, Käse, Paprika, Müsli) im Auto vergessen
haben, inklusive Topf. So wurden alle Mahlzeiten gekürzt und da der Gaskocher
natürlich auch kaum noch Gas hatte wurde alles kalt gegessen und für die
Instantnudeln aufgehoben, da man die kochen muss oder sie eben sehr crunchy
isst.
Obwohl wir sehr sparsam mit dem Essen umgingen, was heißt, dass
man zwar was gegessen hat (bsp.: 1dose Bohnen+3Päckchen Instantnudeln für 4
Personen) und es auch nicht wäre als ob wir verhungert wären, da man aber den
ganzen Tag Sport gemacht hat, hatte ich nach kurzer Zeit wieder Hunger.
Am Ende haben wir aber sehr viel über unsere eigene Dummheit
und unsere echt seltsamen Lebensmittel-Mischungen, auf Grund der geringen
Auswahl, ziemlich gelacht. So gab es am ersten Morgen zum Beispiel Haferflocken
mit Wasser und Marmelade, Erdnussbutter, billig Nutella (das haben wir
natürlich mitgenommen! Konnten es aber dann nicht Essen, da wir den Großteil
des Brots vergessen haben. Und da man Hunger hat wird es mit Haferflocken
gegessen… :D).
Das Mittagessen am letzten Tag bestand übrigens aus einer
Scheibe Toastbrot, ¼ Dose Tunfisch und 1 ½ Bananen pro Person…
Aber wir haben es überstanden ;)
3.
Unsere große Wanderung am letzten Tag war nochmal eine
völlig neue Erfahrung an sich, wie sehr ich mich selbst an mein Limit pushen
kann.
Während Carla und Carmen um 5:30 aufgestanden sind, um um
6:00 los zu wandern nach unserem ausgiebigem Frühstück- eine Scheibe Toast mit
Marmelade- sind Arnaud und ich eine Stunde später gestartet. Da Wir nur Zwei
größere Rucksäcke hatten, Hab ich den größten mit allen Schlafsäcken drinnen
und allem möglichem anderen und Arnaud meinen Rucksack plus Zelt bekommen
aufgeschnallt und dann hieß es ab geht die Einholjagt. Da eine Stunde Vorsprung
wirklich viel ist haben wir ein dementsprechendes Tempo an den Tag gelegt. Das
heißt wir sind zügig Bergauf gegangen und Bergab wurde gejoggt bis gerannt (mit
schweren Rucksäcken natürlich).
Wir haben das Tempo 3h40min ohne Pause durchgehalten
(getrunken wurde im gehen, in der kurzen Ebene auf dem Hügel bevor wieder bergab
gejoggt wurde). Denn genau so lange haben wir gebraucht um unseren Treffpunkt
zu erreichen, an dem wir gemeinsam zu Mittag „essen“ wollten, da wir davon
ausgingen, dass die Mädels etwas früher da sind, da sie auch nicht gerade
langsam zu Fuß sind. Der Treffpunkt ist ca. 25km von unserem Camp von dem aus
wir gestartet sind entfernt und unsere Karte schrieb für diese Distanz eine
Wanderzeit von 8h30min.
Als wir dann endlich am Treffpunkt ankamen, waren Carla und
Carmen natürlich nicht da. Wie sich später herausstellte hat, haben wir sie an der
einzigen Kreuzung des gesamten Wanderwegs überholt. Man hatte zwei verschiedene
Wege: Einen kürzeren für Ebbe und einen außen herum wenn der andere weg bei
Flut unter Wasser steht. Da wir uns 10min Umweg sparen wollten sind wir
natürlich den Weg der für Ebbe gedacht ist gegangen obwohl es Flut war. Und
dann sind wir eben durch Hüfthohes (für mich Hüfthoch) Wasser gewatet und haben
somit die zwei Mädels, die außen rum sind überholt ohne es zu merken.
Wir hatten am Treffpunkt dann immerhin genug Zeit unsre
brennenden Füße zu massieren und im Meer ab zu kühlen und uns halb tot in den
Sand fallen zu lassen um etwas zu verschnaufen.
Nach einer Stunde sind dann auch unsere zwei Mädels
eingetroffen und wir haben dann nach unserem „Mittagessen“ den Weg gemeinsam
fortgesetzt (in moderatem Tempo).
Alles in allem war Abel Tasmen ein Abenteuer, das ich nicht
vergessen werde (nur im positiven Sinne ;)
).
Hier meine festgehaltenen Eindrücke:
Zu Wasser:
Und zu Land:
Sonnenuntergang in Moskito Bay
Eine große Brücke über einen Fluss, der ca. 20cm tief war...
Sonnenaufgang als es los ging alles wieder zurück zu wandern in einem Tag.
Unser Wandergepäck
(Der Rucksack den ich aufhabe sieht nur normal groß aus, weil ich ihn auf habe)
Mein "kleiner" Stachelrochen
(auf dem Bild ist leider kein vergleich, dass man die Größe des Rochen erkennt, aber bitte verzeiht mir wenn ich nicht näher ran wollte um als Maßstab neben dran zu schwimmen...)
Pupu Springs
Ich halte mich hier etwas kürzer als meinen kleinen Text zu
Abel Tasem:
Die Pupu Spring gehören zu den klarsten Quellen der Welt und
sind echt schön.
Die Wasserqualität ist annähernd so rein wie destilliertes Wasser. Mit dem Wasser der Pupu Springs erhält man eine Sichttiefe von ca. 60m. Destilliertes Wasser ist etwas über 80m.
Cape Farewell/ Farewell Spit
Willkommen am nördlichsten Punkt der Südinsel:
Die senkrechten Steilküsten sind echt genial :D
Farewell Spit ist eine 35km lange Landzunge
So das wars erst mal mit meinem kleinen Blogeintrag, ich versuch es wieder regelmäßiger hoch zu laden, dass sich nicht alles so Anstaut und dann so viel wird ;)
Wäre schön, wenn Carmen euch mal nach Italien einladen würde. Ich finde Lana Südtirol traumhaft.
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